Branchennews , 22. Jan 2026

EWI-Analyse: Elektrolysehochlauf in Deutschland kommt langsamer voran als geplant

Bild: malp - stock adobe.com
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Der Ausbau der Elektrolysekapazitäten in Deutschland verlaufe deutlich schleppender als vorgesehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI), die auf einer Auswertung der institutseigenen Elektrolysedatenbank basiert. Demnach ist fraglich, ob das politische Ziel von 10 Gigawatt (GW) Elektrolyseleistung bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann.

Aktuell seien in Deutschland Elektrolyseure mit einer installierten Leistung von 181 Megawatt elektrisch (MWel) in Betrieb. Weitere rund 1,3 GW verfügen über eine finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) oder befinden sich im Bau. Unter diesen Voraussetzungen könnten bis Ende 2027 insgesamt bis zu 1,5 GW Elektrolysekapazität ans Netz gehen.

Gegenüber der letzten Erhebung im August 2024 sei damit zwar ein Zuwachs zu verzeichnen. Zudem gäbe es mehrere Projekte mit einer geplanten Leistung von jeweils über 100 MW, für die bereits eine FID vorliegt. Gleichzeitig zeigt die Analyse jedoch, dass nahezu 3 GW ursprünglich angekündigter Projekte aus der Datenbank entfernt worden wären, da sie entweder abgesagt wurden oder über längere Zeit keine belastbaren Projektinformationen mehr veröffentlicht haben sollen.

In der Gesamtschau aller bis 2030 angekündigten Vorhaben ergibt sich laut EWI eine potenzielle Elektrolysekapazität von rund 8,7 GW, was deutlich unterhalb des offiziellen Ausbauziels liege. Hinzu kommt, dass Projektverzögerungen offenbar die Regel seien: Von den Projekten, die laut Stand August 2024 im Jahr 2025 in Betrieb gehen sollten, wurden lediglich etwa 30 Prozent fristgerecht realisiert.

Auch für die kommenden Jahre sieht das EWI erhebliche Umsetzungsrisiken. Zwar seien mehr als 20 Projekte mit geplanter Inbetriebnahme im Jahr 2026 angekündigt, doch für 14 dieser Vorhaben – mit einer kumulierten Leistung von über 1 GW – liegt bislang weder eine finale Investitionsentscheidung noch ein bestätigter Baubeginn vor. Vor diesem Hintergrund erscheine eine Realisierung innerhalb des vorgesehenen Zeitraums unsicher.

Als Gründe für den stockenden Hochlauf nennt das EWI unter anderem regulatorische Komplexität und Unsicherheit sowie hohe Investitions- und Betriebskosten. Diese träfen auf eine bislang begrenzte Zahlungsbereitschaft der Abnehmer für grünen Wasserstoff. Darüber hinaus bestehe weiterhin ein strukturelles Koordinationsproblem, da Erzeugung, Nachfrage und Infrastruktur parallel aufgebaut werden müssten.

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