Branchennews , 18. Nov 2025

Fraunhofer Monitoring: Deutschland führend im jungen Brennstoffzellenmarkt

Bild: Robert Bosch GmbH
Bild: Robert Bosch GmbH

Zum Abschluss des Projekts H2Go hat das Fraunhofer ISI ein aktualisiertes Monitoring zur Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie in Deutschland vorgelegt. Die Untersuchung zeigt, dass Deutschland im internationalen Vergleich zu den führenden Standorten für Forschung und Entwicklung zählt, insbesondere bei Patenten für Brennstoffzellentechnologien. Allerdings betont das Monitoring auch große Unsicherheiten bei der Marktentwicklung sowie eine weltweit hohe Marktdynamik als Kennzeichen eines noch jungen Marktes.

„Die Förderpolitik der vergangenen Jahrzehnte hat entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland heute zu den führenden Innovationsstandorten im Bereich der Brennstoffzelle zählt“, erklärt Projektleiter Henning Döscher. Gefördert worden seien sowohl Grundlagenforschung als auch industrielle Anwendungsentwicklung, was zu einer engen Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft geführt habe. Seit 1969 wurden rund 800 einschlägige Projekte mit einem Fördervolumen in Milliardenhöhe unterstützt. Besonders seit den 2000er-Jahren seien die Fördersummen deutlich gestiegen. Dadurch sei eine breite wissenschaftliche Basis geschaffen worden, die sich unter anderem in der Zahl der Patentanmeldungen widerspiegele. Hier liegt Deutschland weltweit auf Rang drei hinter Japan und den USA. Starke Aktivitäten zeigen deutsche Akteure vor allem im Bereich der Polymerelektrolyt- und Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Zu den aktivsten Patentanmeldern zählen internationale Konzerne wie Toyota und Panasonic sowie deutsche Unternehmen wie Bosch, Siemens und das Forschungszentrum Jülich. Auffällig ist zudem die Rolle spezialisierter mittelständischer Anbieter, die sich mit fokussierten Patentportfolios im globalen Wettbewerb positionieren.

Das Monitoring berücksichtigt auch internationale Marktstudien, die erhebliche Unsicherheiten für die weitere Entwicklung des Brennstoffzellenmarktes benennen. Umsatzschätzungen für das Jahr 2023 reichen von 2 bis 117 Mrd. US-Dollar. „Die große Spannbreite der Markteinschätzungen verdeutlicht, dass sich der Brennstoffzellenmarkt noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet“, sagt Sven Altvater, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ISI. „Öffentliche Fördermaßnahmen, industriepolitische Strategien und technologische Durchbrüche werden in den kommenden Jahren bestimmen, wie schnell der Markt wachsen und sich etablieren kann.“

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