Pressemitteilung , 05. Jul 2023

Carbon Management: Zukunft Gas fordert Rahmenbedingungen für Aufbau einer CO2-Wirtschaft

Bild: Adobe Stock / romannoru
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  • Positionspapier Zukunft Gas: Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 sind notwendig für Klimaziele und Erhalt des Industriestandorts Deutschland
  • Aufbau einer EU- bzw. EWR-weiten CO2-Infrastruktur ist zentraler Punkt für nationales und europäisches Carbon Management
  • Kehler: „Wir brauchen schnellstmöglich einen handhabbaren Rechtsrahmen und insbesondere einen rechtlichen Rahmen für die Anerkennung von CO2-Minderungen mittels CCU/S“

Carbon Management, also die Abscheidung, der Transport, die Speicherung sowie die anschließende Nutzung von CO2, hat eine außerordentliche Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele bei gleichzeitiger Sicherung des Industrie- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Das stellt der Branchenverband der Gas- und Wasserstoffwirtschaft, Zukunft Gas, in einem aktuellen Positionspapier heraus. Ziel muss sein, schwer vermeidbare Emissionen wirtschaftlich abzuscheiden, zu transportieren und im Sinne einer CO2-Kreislaufwirtschaft zu nutzen oder geologisch einzuspeichern, beispielsweise in der Nordsee. In seinem Positionspapier erläutert Zukunft Gas die notwendigen Rahmenbedingungen für CCU/S-Projekte in Deutschland.

Die aktuelle Arbeit der Bundesregierung an einer Carbon Management Strategie, aber auch die heutige Anhörung im Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie, unterstreichen, wie wichtig das Thema für das Erreichen der Klimaziele ist. Auch das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat in seinem 6. Sachstandsbericht bestätigt, dass Carbon Dioxide Removal (CDR) und Carbon Capture and Storage (CCS) unerlässlich sind, um das 1,5-Grad-Ziel einhalten zu können. Insbesondere für Industrien mit schwer vermeidbaren Emissionen, sind diese Technologien der Schlüssel zur Klimaneutralität. Schwer vermeidbare CO2-Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die sich nicht durch die Substitution fossiler Brennstoffe mit klimaneutralen Energieträgern oder durch wirtschaftlich zumutbare Verbesserungen im Produktionsprozess eliminieren lassen. Dazu gehören insbesondere Prozessemissionen in der Zement-, Kalk-, und Glasindustrie sowie der Abfallwirtschaft.

Der Aufbau einer europäischen CO2-Infrastruktur in Form eines transeuropäischen CO2-Pipelinenetzes, Häfen für den Schiffstransport des Gases sowie Speicher an den Punktquellen (bspw. Produktionsstätten) ist ein zentraler Punkt für ein nationales und europäisches Carbon Management. Zudem ist für die Schaffung eines europäischen Marktes für CO2 erforderlich, auf EU-Ebene innerhalb der jeweiligen relevanten Rechtsetzungsakte klare und einheitliche Regeln zu entwickeln, die einen transnationalen Handel von CO2 und die europaweite Anrechnung von CO2-Minderung ermöglicht.

Dr. Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Gas: „Die von der Bundesregierung initiierte und aktuell in der Ausarbeitung befindliche Carbon-Management-Strategie ist ein richtiger und wichtiger Schritt. Sie schafft die Möglichkeit, dass Deutschland an die intensiven Entwicklungen im Ausland anschließen kann. Das Erreichen der Klimaziele mit dem gleichzeitigen Erhalt des Industriestandorts Deutschland erfordern eine schnelle und skalierbare Anwendung von CCU/S. Dafür muss nun ein einfach zu handhabender Rechtsrahmen geschaffen werden. Insbesondere muss der rechtliche Rahmen für die Anerkennung von CO2-Minderungen mittels CCU/S unter anderem im EU-ETS geschaffen werden. Auch müssen CO2 Exporte aus Deutschland rechtssicher ermöglicht werden.“

Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.

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