Pressemitteilung , 04. Jul 2025

CO₂-Speicherung: Gesetz schafft dringend benötigten Rahmen für den Markthochlauf

Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
  • Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft begrüßt den Referentenentwurf zur Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetz als wichtige Grundlage für den CO₂-Markt.
  • Die Branche bringt mit ihrer Stellungnahme ihre Erfahrung im Handel und beim Aufbau von Transport- und Speicherinfrastruktur aktiv ein und fordert einen technologieoffenen Ansatz.
  • Kehler: „Wasserstoff und CO₂-Speicherung sind keine Gegensätze – sie gehören gemeinsam zur Energiewende und müssen Hand in Hand weiterentwickelt werden.“

Mit dem heutigen Ende der Verbändeanhörung zur Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetz (KSpG) rückt die politische Gestaltung eines CO₂-Marktes in Deutschland einen entscheidenden Schritt näher. Der Verband Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft begrüßt in seiner Stellungnahme den Gesetzentwurf als wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur industriellen Transformation. An zentralen Stellen sieht die Branche allerdings Nachholbedarf. So müssen CO₂-Speicherung und Wasserstoffhochlauf gemeinsam gedacht werden, da beide Technologien für eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Energieversorgung unverzichtbar sind.

Der Aufbau einer CO₂-Infrastruktur in Deutschland nimmt Fahrt auf: Der Entwurf zur Änderung des Kohlendioxidspeicherungsgesetzes (KSpG) schafft erstmals einen rechtlichen Rahmen für den Transport und die geologische Speicherung von CO₂. Der Verband Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft hat in der heute endenden Verbändeanhörung seine Position aktiv in das Verfahren eingebracht und sieht einen grundlegenden Fortschritt für den Aufbau eines CO₂-Marktes in Deutschland. „Carbon Capture and Storage (CCS) ist ein notwendiges Klimaschutzinstrument, das die Transformation emissionsintensiver Branchen ermöglicht. Auch der 6. IPCC-Sachstandsbericht bestätigt die Notwendigkeit von CCS für alle realistischen Klimapfade“, betont Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft. „Unsere Branche kann und will ihre jahrzehntelange Erfahrung im Transport, Handel und in der sicheren Infrastrukturplanung einbringen. Wir laden die Politik ein, diesen Erfahrungsschatz aktiv zu nutzen.“

Auch die von der Gas- und Wasserstoffwirtschaft initiierte Deutsche Carbon Management Initiative (DCMI) hat eine eigene Stellungnahme abgegeben. Beide Positionen stellen klar: CO₂-Speicherung und Wasserstoffhochlauf dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Kehler: „Beide Technologien sind komplementär und gehören gemeinsam zur Energiewende. Sie müssen Hand in Hand weiterentwickelt werden. Der Wasserstoffhochlauf darf dabei nicht durch unnötige Konflikte gefährdet werden.“ Nach Ansicht des Verbandes sollten neue Gaskraftwerke für die öffentliche Stromversorgung H₂-ready ausgelegt sein – gleichzeitig muss Carbon Capture auch an Gaskraftwerken möglich bleiben, insbesondere um industriellen Kraftwerksstandorten den flexiblen Einsatz von Wasserstoff und CCS zu ermöglichen. „Damit ist CCU/S weit mehr als ein technisches Klimaschutzinstrument: Es stellt ein wirkungsvolles industriepolitisches Instrument dar, mit dem Unternehmen ihre Transformationsprozesse selbstbestimmt und wirtschaftlich tragfähig gestalten können“, so Kehler weiter.

Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft sieht zudem weiteren Handlungsbedarf: So fordert die Branche einen tragfähigen Investitionsrahmen für CO₂-Leitungen, -Speicher und -Terminals insbesondere in der Anlaufphase. Als einen notwendigen ersten Schritt muss Deutschland außerdem die Ratifizierung des London-Protokolls von 2009 zügig umsetzen, um CO₂-Transporte und Offshore-Speicherung rechtssicher zu ermöglichen.

„Offene Fragen bestehen insbesondere noch bei der internationalen Zusammenarbeit, dem Marktrahmen für CO₂ und der Infrastrukturfinanzierung“, erklärt Kehler. Diese sollten rasch in einem Stakeholderprozess geklärt werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Selina Stolzenbach
Ihr Pressekontakt

Selina Stolzenbach

Stell­ver­tre­ten­de Pres­se­spre­che­rin und Senior Ma­nage­rin Pres­se- und Öf­fent­lich­keits­ar­beit

Tel.: +49 170 6589188

Oskar Burmann
Ihr Pressekontakt

Oskar Burmann

Manager Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: +49 175 1411560

Maximilian Boekhoff
Ihr Pressekontakt

Maximilian Boekhoff

Werkstudent Kommunikation

Tel.: +49 151 11713459

Rechtlicher Hinweis zur Nutzung

Die Rech­te für die auf die­ser Sei­te ver­öf­fent­lich­ten Bil­der, Tex­te, Au­dio- und Vi­deo­da­tei­en lie­gen, wenn nicht an­ders ver­merkt, bei DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V. Die Da­te­ien aus dem Pres­se­be­reich kön­nen mit Quel­len­an­ga­be für die re­dak­ti­o­nel­le Be­richt­er­stat­tung ver­wen­det wer­den. Die Nut­zung bzw. der Ab­druck ist ho­no­rar­frei. Bit­te las­sen Sie uns bei ei­ner even­tu­el­len Nut­zung ei­nen Be­leg zu­kom­men.

Jeg­li­che an­de­re Nut­zung ist nur nach vor­he­ri­ger schrift­li­cher Ein­wil­li­gung von DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT ge­stat­tet.

Die be­reit­ge­stell­ten Da­tei­en sind nach bes­tem Wis­sen und Ge­wis­sen er­stellt. Un­ge­ach­tet des­sen über­nimmt DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT kei­ne Ver­ant­wor­tung für aus der Nut­zung der Da­tei­en ent­ste­hen­de Schä­den.

Cookies
Verwalten Sie Ihre Cookie-Einstellungen
Wir verwenden Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung unseres Internetangebots zu ermöglichen. Dazu zählen Cookies, die für den sicheren und technischen Betrieb der Website notwendig sind, sowie solche, die zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Einige Informationen zur Verwendung unserer Website geben wir an Partner für soziale Medien und Werbung weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben.

In den folgenden Cookie-Zustimmungsoptionen können Sie die Cookies verwalten und zusätzliche Kategorien zulassen. Indem Sie auf den Button "Alle Cookies akzeptieren" klicken, werden alle Kategorien von Cookies aktiviert. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Ihre Auswahl: