Pressemitteilung , 15. Sep 2025
Kehler: „Fokus des Monitoringberichts, mehr Energiewende für den Euro zu erreichen, ist richtig“
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute das Energiewendemonitoring vorgestellt, mit dem Fortschritte und Herausforderungen der Transformation transparenter und messbarer gemacht werden sollen. Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, begrüßt die Ergebnisse des Berichtes, die unter anderem zeigen, dass Wasserstoff und seine Derivate die Kosteneffizienz des Gesamtsystems steigern:
„Der Monitoringbericht setzt den richtigen Schwerpunkt: Im Zentrum steht die Vermeidung von Ineffizienzen. Die Systemkosten sind der Schlüssel, um die Ziele der Energiewende zu erreichen. Eines wird in dem Gutachten sehr deutlich: Nur mit einer breiten Nutzung von Wasserstoff lassen sich Kosten dämpfen, Flexibilität schaffen und Versorgungssicherheit gewährleisten.
Wir begrüßen daher die vorgeschlagenen Schwerpunkte: die technologieoffene Nutzung aller Farben von Wasserstoff, der zügige Ausbau von Wasserstoffspeichern, die Entwicklung von CCS als Baustein des Wasserstoffhochlaufs, der Ausbau der wasserstofffähigen Kraftwerke in einem Kapazitätsmarkt und eine integrierte Systemplanung, die Netze, Erzeugung und Flexibilitäten zusammenführt. Dabei liegt gerade in der sektorenübergreifenden Flexibilität von Strom zu Wasserstoff der Schlüssel zu Beschleunigung und Effizienz.
So richtig die Analyse ist, so dringend muss nun gehandelt werden. Wir sehen kurzfristig drei Handlungsschwerpunkte: Erstens, der Start der Ausschreibung der wasserstofffähigen Gaskraftwerke und die Veröffentlichung der Rahmenbedingungen des zugehörigen Kapazitätsmarkts. Zweitens, die technisch umsetzbare Anerkennung von Low-Carbon-Wasserstoff im Rahmen der REDIII in der Delegierten Verordnung der Europäischen Kommission. Und drittens, die Ermöglichung des Zugangs der Bioenergie zum Flexibilitätsmarkt.“