Pressemitteilung , 12. Aug 2025

100 Tage neue Regierung: Positive Impulse – aber Klartext bei Gaskraftwerks-Ausschreibungen nötig

Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
  • Bundesregierung legt mit Sondervermögen und Deutschlandfonds den Grundstein für Investitionen, doch die Förderarchitektur braucht klare Instrumente
  • Fehlende Ausschreibungen für wasserstofffähige Gaskraftwerke bremsen den Wasserstoffhochlauf – hier muss die Regierung Tempo machen
  • Bergt: „Der Kabinettsbeschluss zum KSpG ist erst der Anfang. CCU/S ist ein echter Standortfaktor für eine Industrienation. Jetzt braucht es einen klaren Rechtsrahmen, damit Unternehmen investieren können.“

Nach 100 Tagen der neuen Bundesregierung begrüßt Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft die Ankündigungen im Bundeshaushalt und Maßnahmen wie den Deutschlandfonds. Doch ohne konkrete Förderinstrumente und klare Ausschreibungsmodalitäten für neue Gaskraftwerke geraten der Wasserstoffhochlauf und der Aufbau eines CO2-Marktes ins Stocken. Auch der Kabinettsbeschluss zur Novellierung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG) muss nun zügig umgesetzt werden.

Die ersten Monate der neuen Legislaturperiode zeigen laut Verband: Der energiepolitische Kurs der Bundesregierung geht in eine richtige Richtung, bietet aber Licht und Schatten. Das Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ und der angekündigte Deutschlandfonds eröffnen Spielräume für Rekordinvestitionen in die Transformation, doch entscheidende Weichenstellungen bleiben aus. „Es reicht nicht, Investitionssummen nur in den Haushalt zu schreiben – wir brauchen jetzt sehr schnell konkrete Förderinstrumente, damit privates Kapital in Netze, Speicher und die Sektorenkopplung fließen kann“, betont Bengt Bergt, Leiter Public Affairs von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft.

Kapazitätsausschreibungen dringend in die Wege leiten

Besonders kritisch bewertet der Verband die weiterhin stockende Kraftwerksstrategie. Wasserstofffähige Gaskraftwerke sollen als verlässliche Ankerkunden das geplante Wasserstoffkernnetz füllen, den Markthochlauf sichern und die volatile erneuerbare Stromerzeugung ausbalancieren. „Die Ausschreibung für die geplanten H2-ready-Kapazitäten sind jetzt schon insgesamt fast drei Jahre überfällig. Ohne klare Vorgaben für die Leistungsvergütung kommen keine neuen Projekte an den Start. Jede Verzögerung bremst den Wasserstoffhochlauf und droht den Kohleausstieg zu verzögern“, so Bergt weiter.

Jetzt zügig Rechtssicherheit für CCU/S

Ein positives Signal ist aus Sicht des Verbandes der Kabinettsbeschluss zur Novellierung des Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes (KSpG). Dieser bildet die Grundlage für einen CO2-Markt und für Carbon Capture and Storage (CCS) in Deutschland. Entscheidend ist nun, dass der Rechtsrahmen schnell und technologieoffen umgesetzt wird. „CCU/S ist mehr als eine technische Option – es ist ein echter Standortfaktor für eine Industrienation. Jetzt braucht es schnell einen klaren Rechtsrahmen, damit Unternehmen investieren und Klimaschutz mit Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen können“, fasst Bergt zusammen.

Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e. V. die In­te­res­sen seiner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und seiner Derivate sowie Bio­gas und Erd­gas inklusive der dazugehörigen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zudem in­for­miert er über die Chan­cen, die gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger und ihre Infrastruktur in einem klimaneutralen als auch resilienten Energiesystem bie­ten, und treibt den Wandel der Bran­che hin zu neu­en Ga­sen vo­ran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trieunternehmen un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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