Pressemitteilung , 23. Apr 2026

EnWG-Novelle: Gasnetze als Rückgrat der Transformation weiterentwickeln

Bild: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: Swen Gottschall/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
  • EnWG-Novelle sendet ein klares Signal: Gasnetze sind Teil der klimaneutralen Energieinfrastruktur
  • Jetzt muss die Nutzung der Netze für erneuerbare Gase verlässlich abgesichert werden
  • Kehler: „Transformation heißt, bestehende Infrastruktur weiterzuentwickeln, unsere Gasnetze sind Teil der Lösung.“

Der Bundestag befasst sich heute in erster Lesung mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Mit der Umsetzung des EU-Gasbinnenmarktpaktes in nationales Recht werden zentrale Weichen für die Zukunft der Gasnetzinfrastruktur gestellt. Aus Sicht der Gas- und Wasserstoffwirtschaft ist die Novelle ein wichtiger Schritt hin zu einer integrierten und zukunftsfähigen Energieinfrastruktur in Deutschland.

Die EnWG-Novelle entscheidet maßgeblich darüber, ob die Transformation der Energieversorgung in Deutschland effizient, bezahlbar und industriell tragfähig gelingt. Neben dem Aufbau eines Wasserstoffmarktes muss sie sicherstellen, dass auch erneuerbare und dekarbonisierte Gase wie Biomethan dauerhaft in die Energiewende integriert werden können. „Die Novelle zeigt: Gasnetze werden auch im klimaneutralen Energiesystem gebraucht. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass erneuerbare Gase schnell, effizient und flächendeckend in den Markt kommen“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft. „Damit findet der Ansatz, Energiepolitik durch das Abschalten von jahrzehntelang aufgebauter Infrastruktur betreiben zu wollen, ein Ende.“

Die Novelle schafft damit eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Entscheidend wird nun sein, ihre Nutzung für erneuerbare Gase verlässlich abzusichern. Damit erneuerbare Gase wie Wasserstoff und Biomethan ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz leisten können, braucht es verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen für Netzzugang und -betrieb, sowie Investitionen in Produktionsanlagen und Netze.

Hier besteht aus Sicht der Branche noch Nachbesserungsbedarf. Insbesondere die derzeit vorgesehenen Fristen für den Netzzugang setzen noch nicht die richtigen Signale. „Wir haben jetzt eine Perspektive für die Nutzung grüner Gase. Wer ihren Einsatz politisch vorantreibt, muss auch die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sie verlässlich in den Markt kommen“, so Kehler weiter. Die EnWG-Novelle legt damit das Fundament für die langfristige Nutzung der Gasinfrastruktur in einem klimaneutralen Energiesystem.

    Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e. V. die In­te­res­sen seiner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und seiner Derivate sowie Bio­gas und Erd­gas inklusive der dazugehörigen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zudem in­for­miert er über die Chan­cen, die gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger und ihre Infrastruktur in einem klimaneutralen als auch resilienten Energiesystem bie­ten, und treibt den Wandel der Bran­che hin zu neu­en Ga­sen vo­ran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trieunternehmen un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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