Pressemitteilung , 20. Mär 2026

EU-Emissionshandel ETS 1: CO₂-Preis bestätigt, jetzt braucht es verlässlichen Rahmen für die Industrie

Copyright: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Copyright: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Bei ihrem gestrigen Gipfeltreffen haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union den EU-Emissionshandel (ETS1) als zentrales Instrument bestätigt. Die Kommission soll aber bis zum Sommer Vorschläge zur Weiterentwicklung präsentieren. Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, begrüßt den Rückhalt für diesen Eckpfeiler der EU-Klimapolitik:

„Der gestrige EU-Gipfel bestätigt die grundsätzliche Ausrichtung des ETS1. Das ist ein wichtiges Signal für Verlässlichkeit in der europäischen Klimapolitik. Es gibt kein effizienteres Werkzeug als einen CO₂-Preis, um die richtigen Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien im Industrie- und Energiesektor zu setzen. Dazu zählen insbesondere der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft, die verstärkte Nutzung von Biomethan und der Einsatz von Carbon Capture and Storage (CCS).

Gleichzeitig steht die chemische Industrie als zentrale Säule industrieller Wertschöpfung in Deutschland unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Sie ist in viele nachgelagerte Industrien integriert und damit von strategischer Bedeutung für den Industriestandort Europa. Eine Weiterentwicklung des ETS 1 muss daher die spezifischen Rahmenbedingungen dieser Branche stärker berücksichtigen. Das Auseinanderbrechen von Wertschöpfungsketten, Abwanderung und Arbeitsplatzverlust müssen vermieden werden.“

Als Stim­me der Bran­che bün­delt der Ver­band DIE GAS- UND WASSERSTOFF­WIRTSCHAFT e.V. die In­te­res­sen sei­ner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und sei­ner De­ri­va­te so­wie Bio­gas und Erd­gas in­klu­si­ve der da­zu­ge­hö­ri­gen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zu­dem in­for­miert er über den Bei­trag gas­för­mi­ger Ener­gie­trä­ger und ih­rer In­fra­struk­tur zu ei­ner si­che­ren Ener­gie­ver­sor­gung so­wie über die Mög­lich­kei­ten, Treib­haus­gas­emis­si­o­nen durch den Ein­satz von Was­ser­stoff, sei­nen De­ri­va­ten und Bio­gas zu sen­ken. Zu­gleich treibt er die Trans­for­ma­tion der Bran­che hin zu neuen Ga­sen vo­ran. Der Ver­band wird von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Ener­gie­wirt­schaft ge­tra­gen und um­fasst die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te von Pro­duk­tion, Trans­port, Ver­tei­lung bis hin zu Han­del, Ver­trieb und An­wen­dun­gen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trie­un­ter­neh­men un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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