Pressemitteilung , 14. Nov 2025

Kehler: „Zehn Gigawatt sind ein Anfang bei der Kraftwerksstrategie, doch Investoren stochern weiter im Nebel.“

Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Die Spitzen der Regierungskoalition haben sich im gestrigen Koalitionsausschuss auf Anpassungen an der Kraftwerksstrategie geeinigt. Für das Jahr 2026 sollen zehn Gigawatt neue steuerbare Kapazitäten ausgeschrieben werden, die bis 2031 ans Netz gehen sollen. Acht Gigawatt sind als wasserstofffähige Gaskraftwerke vorgesehen, zwei Gigawatt werden technologieoffen ausgeschrieben. Alle neuen Gasblöcke müssen „H₂‑ready“ sein und bis spätestens 2045 dekarbonisieren. Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft (GW), verbindet mit dem Beschluss die Hoffnung, dass endlich Klarheit über die Ausschreibungsmodalitäten entsteht und die dringend benötigten Investitionen anrollen können:

„Wir begrüßen, dass die Koalition die Weichen für den Ausschreibungsstart stellt und damit den Einstieg in die dringend benötigte Zusatzkapazität vorbereitet. Steuerbare Leistung von zehn Gigawatt ist ein wichtiger erster Schritt, damit Stromversorgung und Industrie im künftigen klimaneutralen System stabil bleiben. Positiv ist auch, dass alle neuen Anlagen von Anfang an wasserstofffähig sein müssen und bis 2045 technologieoffen dekarbonisieren können – so entsteht Raum für einen Markthochlauf von Wasserstoff aus unterschiedlichen Produktionsrouten.

Gleichzeitig ist es ein Trauerspiel, dass die Verhandlungen mit der Europäischen Union immer noch nicht abgeschlossen sind. Investoren und Lieferanten stochern weiter im Nebel, weil die wesentlichen Details der Kraftwerksausschreibungen fehlen. Damit kommt die dringend erforderliche Entlastung unseres Stromsystems zu spät; fehlende regelbare Leistungen lassen die Systemkosten steigen, die dann – ähnlich wie beim aktuell für drei Jahre beschlossenen Industriestrompreis – durch staatliche Ausgleichszahlungen abgefedert werden müssen.

Die Gas‑ und Wasserstoffwirtschaft entwickelt das Kernnetz, plant Wasserstoffspeicher und steht bereit, moderne, klimafreundliche Gaskraftwerke zu bauen, die als Ankerkunden den Wasserstoffhochlauf voranbringen. Doch dazu brauchen wir jetzt Klarheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Bundesregierung und EU-Kommission müssen die offenen Fragen zügig klären, damit die Ausschreibungen starten können und Deutschland beim Wasserstoff keine weitere Zeit verliert.“

Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e. V. die In­te­res­sen seiner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und seiner Derivate sowie Bio­gas und Erd­gas inklusive der dazugehörigen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zudem in­for­miert er über die Chan­cen, die gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger und ihre Infrastruktur in einem klimaneutralen als auch resilienten Energiesystem bie­ten, und treibt den Wandel der Bran­che hin zu neu­en Ga­sen vo­ran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trieunternehmen un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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