Pressemitteilung , 29. Dez 2025

Sinkende Gaspreise entlasten Verbraucher – CO₂-Preis wirkt sich 2026 kaum aus

Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
  • Entspannung bei Gaspreisen 2025: Neukunden zahlen seit Jahresbeginn rund 19 Prozent weniger.
  • LNG-Terminals entlasten den Markt: Höheres Angebot wirkt preisdämpfend.
  • Kehler: „Der CO₂-Preis wird 2026 die Gaspreise nur moderat beeinflussen.“

Die Gaspreise für Endkundinnen und Endkunden befinden sich seit Monaten im Sinkflug. Nach der Krise der letzten Jahre haben sich im Verlauf dieses Jahres die Preise für Haushaltskunden deutlich entspannt – ein Trend, der auch im Jahr 2026 Bestand haben dürfte.

Zum Jahresbeginn 2025 lagen die Gaspreise für Neukunden zeitweise bei gut 10 Cent pro Kilowattstunde (Höchstwert Mitte Februar bei 10,35 ct/kWh). Seit April bewegen sich die Preise kontinuierlich unterhalb dieser Marke und liegen nach Daten des Vergleichsportal Verivox aktuell bei knapp unter 8 Cent je Kilowattstunde (niedrigster Wert 24.12. bei 7,99 ct/kWh). Insgesamt ist der Gaspreis seit Jahresbeginn um etwa 1,9 Cent pro Kilowattstunde gesunken, was einem Rückgang von etwa 19 Prozent entspricht und die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar entlastet.

Vor diesem Hintergrund wirkt sich auch der CO₂-Preis im nationalen Emissionshandel im nächsten Jahr nur begrenzt auf die Gaspreise aus. Für 2026 ist gesetzlich ein Auktionsverfahren mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂ vorgesehen. Selbst bei einem CO₂-Preis am oberen Ende dieses Korridors würde sich der Gaspreis für Endkundinnen und Endkunden um maximal rund 0,2 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, zudem ist im heutigen Gaspreis bereits ein CO₂-Preis von 55 Euro pro Tonne enthalten.

„Der Gasmarkt hat sich deutlich stabilisiert, und diese Entwicklung kommt auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an“, sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Gas- und Wasserstoffwirtschaft. „Der CO₂-Preis ist 2026 klar begrenzt und wird die Gaspreise nur moderat beeinflussen. Absehbar ist, dass die Preissenkungen höher sind als mögliche Zusatzkosten. Da Gas einen geringeren CO₂-Fußabdruck als andere fossile Energieträger hat, fallen Veränderungen des CO₂-Preises geringer ins Gewicht als beispielsweise an der Tankstelle. Und es gilt: Wer mit Biomethan ein klimaneutrales Gas bezieht, muss gar keinen CO2-Preis zahlen.“

Gestützt wird die positive Preisprognose durch das steigende Angebot auf den Weltmärkten. Laut IEA Report Gas 2025 wird bis zum Jahr 2030 ein Zuwachs an LNG-Exportkapazitäten von rund 300 Milliarden Kubikmetern erwartet. Die LNG-Terminals an den deutschen Küsten sichern den Zugang zum weltweiten Angebot, stärken die Marktliquidität und wirken damit preisdämpfend. Sie tragen wesentlich dazu bei, Preisschwankungen abzufedern und erhöhen die Versorgungssicherheit dauerhaft. Auch für das neue Jahr spricht dies für eine weiterhin stabile und kalkulierbare Preisentwicklung.

Wie sich der CO₂-Preis konkret auf die eigenen Heizkosten auswirkt, können Verbraucherinnen und Verbraucher mit dem CO₂-Preisrechner der Gas- und Wasserstoffwirtschaft nachvollziehen.

Als Stimme der Branche bündelt der Verband DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e. V. die In­te­res­sen seiner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und seiner Derivate sowie Bio­gas und Erd­gas inklusive der dazugehörigen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zudem in­for­miert er über die Chan­cen, die gas­för­mi­ge Ener­gie­trä­ger und ihre Infrastruktur in einem klimaneutralen als auch resilienten Energiesystem bie­ten, und treibt den Wandel der Bran­che hin zu neu­en Ga­sen vo­ran. Der Verband wird von führenden Unternehmen der Energiewirtschaft getragen und umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von Produktion, Transport, Verteilung bis hin zu Handel, Vertrieb und Anwendungen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trieunternehmen un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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