Der Bundestag diskutiert heute die Novelle der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Mit einem ambitionierteren Anstiegspfad und einer höheren Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBOs) wird ein zentraler Impuls für den Markthochlauf klimaschonender Kraftstoffe gesetzt. Dazu erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft:
„Nach langen Verhandlungen ist es gut, dass nun endlich Klarheit herrscht: Die THG-Quote wird bis 2040 fortgeschrieben und deutlich ambitionierter ausgestaltet. Das ist ein wichtiger Impuls für den Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe wie Bio-LNG und Bio-CNG. Und auch die Anhebung der RFNBO-Unterquote im Vergleich zum Kabinettsentwurf sendet ein starkes Signal für den Hochlauf von Wasserstoff und seinen Derivaten im Verkehrssektor. Das fördert die gesamte Wertschöpfungskette zugleich – von Produktion über Infrastruktur bis hin zu Anwendungen.
Gerade im Schwerlastverkehr schafft die THG-Quote die Voraussetzung, dass erneuerbare Alternativen wie Bio-LNG und Bio-CNG wettbewerbsfähig gegenüber Diesel bleiben. Allerdings reicht die Quote allein nicht aus. Erst mit einer Anerkennung als klimaschonender Kraftstoff auch in der Maut und den EU-Flottendurchschnittsregeln kann der Markt wachsen.
Wichtig sind auch die Maßnahmen zur Betrugsprävention, die mit der Novelle der THG-Quote eingeführt werden. Damit ist ein erster Schritt gemacht, sodass die THG-Quote ihre Rolle als wirksames und vertrauensvolles Klimaschutzinstrument künftig wieder erfüllen kann. Wichtig ist nun, dass auch die Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung zügig verabschiedet und die beschlossenen Maßnahmen konsequent umgesetzt und wirksam kontrolliert werden.“