DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT tritt dafür ein, dass nachhaltig erzeugtes Biogas als erneuerbarer Energieträger anerkannt und regulatorisch gleichberechtigt mit anderen erneuerbaren Energien berücksichtigt wird. Aufbereitetes Biogas, also Biomethan, kann über bestehende Gas-Infrastrukturen und Endgeräte genutzt werden und den Umstieg von fossilem Erdgas auf erneuerbares Gas unterstützen. Gegenüber fossilem Erdgas kann seine Nutzung die Treibhausgasemissionen reduzieren: Der im Biomethan enthaltene Kohlenstoff wurde von der Ausgangsbiomasse zuvor als CO₂ aus der Atmosphäre aufgenommen und wird bei der Verbrennung wieder als biogenes CO₂ freigesetzt. Bei fossilem Erdgas gelangt dagegen zuvor geologisch gebundener Kohlenstoff zusätzlich in die Atmosphäre. Für die gesamte Treibhausgasbilanz des Biomethans sind jedoch auch die Rohstoffbasis, die Herstellung, der Transport und mögliche Methanverluste maßgeblich.
Für die treibhausgasneutrale Zukunft Deutschlands brauchen wir einen klugen Mix aus Effizienz, Strom aus erneuerbaren Energien sowie erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen und Treibstoffen. Biogas ist dafür ein wichtiger Baustein. Unternehmen wie die VNG AG gehen davon aus, dass Biomethan im Jahr 2045 etwa 14 Prozent zu unserem Energiemix beitragen wird.