Die geologische Speicherung von CO2 ist weltweit ein immer wichtiger werdender Aspekt des Klimaschutzes. Der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) misst der Carbon Capture and Storage Technologie eine wichtige Rolle zur Eindämmung der Erderwärmung bei. Dass CCS sicher eingesetzt werden kann, zeigen sowohl die Erfahrungen aus den norwegischen CO2-Speicherprojekten Northern Lights und Sleipnir als auch aus europäischen Forschungsprojekten wie STEMM-CCS und ECO2. Insbesondere die Freisetzungsexperimente, an denen unter anderem das deutsche GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel beteiligt war, konnten dies bestätigen.
In Deutschland wurde das Speichern von CO2 in tiefe Gesteinsschichten, die geologische Speicherung, die Ausbreitung des CO2 im Untergrund und die Rückförderung am Pilotstandort Ketzin in Brandenburg unter der Betriebsführung der heutigen VNG Gasspeicher AG untersucht. Im Projektzeitraum von 2004 bis 2018 wurden im Rahmen mehrerer deutscher und europäischer Forschungsprojekte rund 67.000 Tonnen hochreines CO2 eingespeichert. Gemeinsam mit den weiteren internationalen Forschungen steht heute fest, dass die Einspeicherung von CO2 unter der Erde im großen, industriellen Maßstab möglich und sicher ist. Insbesondere Deutschland kann dabei von der jahrzehntelangen Erfahrung aus der unterirdischen Erdgas-Einspeicherung profitieren.
Der weltweite Ausbau der Carbon-Capture-and-Storage-Technologie (CCS) hat sich laut dem aktuellen Statusbericht des Global CCS Institute (GCCSI) massiv beschleunigt, wobei sich weltweit 77 kommerzielle CCS-Projekte in Betrieb und 47 weitere im Bau befinden. Die gesamte Projektpipeline umfasst über 730 Vorhaben, während Nordamerika, Europa, der Nahe Osten und der Asien-Pazifik-Raum durch neue politische Initiativen und den Trend zu geteilten Infrastrukturen eine dynamische Entwicklung verzeichnen.