Stromerzeugung in Deutschland mit Gas-Kraftwerken

Gas-Kraft­wer­ke sind Strom­er­zeu­gungs­an­la­gen, die zur ins­tal­lier­ten steu­er­ba­ren Leis­tung in Deutsch­land bei­tra­gen. Aus Gas er­zeu­gen sie Strom und Wär­me. Sie sind spit­zen­last­fä­hig und kön­nen bei Be­darf in we­ni­gen Mi­nu­ten mit vol­ler Leis­tung in Be­trieb ge­hen. Eben­so schnell kön­nen sie he­run­ter­ge­fah­ren wer­den, wenn zu viel Strom im Netz vor­han­den ist. Sie sind schnell, fle­xi­bel und sto­ßen rund zwei Drit­tel we­ni­ger CO2 aus als Koh­le-Kraft­wer­ke – bes­ser ist nur die Strom­er­zeu­gung aus Er­neu­er­ba­ren. Künf­tig kön­nen die Gas-Kraft­wer­ke mit Was­ser­stoff be­trie­ben wer­den.

Moderne Wasserstofffähige Gas-Kraftwerke als zuverlässiges Back-up

Die Strom­wen­de ist ein gi­gan­ti­scher Um­bau mit ei­nem kla­ren Ziel: die CO2-Emis­si­o­nen des Strom­sek­tors wei­ter zu re­du­zie­ren – lang­fris­tig auf null. Ne­ben der Emis­si­ons­re­duk­ti­on steht auch das The­ma Ver­sor­gungs­si­cher­heit oben auf der Agen­da. Denn er­neu­er­ba­re Ener­gie ist wit­te­rungs­ab­hän­gig und kaum spei­cher­bar.

Die Strom­er­zeu­gung in Deutsch­land ver­än­dert sich der­zeit grund­le­gend: 2023 wurde der Aus­stieg aus der Kern­ener­gie voll­en­det und spä­tes­tens 2038 soll das letz­te Koh­le­kraft­werk in Deutsch­land vom Netz ge­nom­men wer­den. Der zu­neh­men­de Aus­bau der er­neu­er­ba­ren Ener­gien, die in 2023 erst­mals mehr als die Hälf­te der Strom­er­zeu­gung stell­ten, ist ein wich­ti­ger Schritt für die Trans­for­ma­ti­on un­se­res Ener­gie­sys­tems hin zur Kli­ma­neu­tra­li­tät. Doch schon bis zum Jahr 2030 wird ein sig­ni­fi­kan­ter Teil der Koh­le­ver­stro­mung aus dem Netz ge­hen und zeit­gleich soll der An­teil der er­neu­er­ba­ren Ener­gien bei der Strom­er­zeu­gung bis 2030 auf 80 Pro­zent an­wach­sen. Das macht die In­stal­la­ti­on ge­si­cher­ter Leis­tung als Back-Up zu den vo­la­ti­len Er­neu­er­ba­ren deut­lich schnel­ler als bis­lang not­wen­dig. 

Das In­kraft­tre­ten der Kraft­werks­stra­te­gie hat da­her 2026 ei­ne sehr ho­he Prio­ri­tät. Sie soll den drin­gend not­wen­di­gen Rah­men für die In­ves­ti­ti­o­nen in neue Kraft­wer­ke schaf­fen. Zu­dem wird der Bau von was­ser­stoff­fä­hi­gen Gas­kraft­wer­ken auch die Nach­fra­ge nach Was­ser­stoff an­re­gen, was für die Aus­las­tung des Was­ser­stoff­kern­net­zes ent­schei­dend ist.

Installierte Leistung von Kraftwerken in Deutschland

2020 – 2025

Die Bundesnetzagentur erfasst die Nettonennleistung – also die tatsächliche Leistung abzüglich des eigenen Stromverbrauchs – seit 2011 jeweils zum 31.12. Der Wert für das Jahr 2024 wurde zum Stichtag 03.11.2025 abgefragt. Quelle: Kraftwerksliste der Bundesnetzagentur.

Kohleausstieg ist der wichtigste Baustein zum Erreichen der Klimaziele 2030

Seit 2022 kam es im Strom­mix wie­der ver­stärkt zur Nut­zung von Koh­le und auch in den Fol­ge­jah­ren 2023 und 2024 war Braun­koh­le der am zweit­häu­figs­ten ein­ge­setz­te Ener­gie­trä­ger. Da­durch stie­gen die CO2-Emis­si­o­nen im Strom­sek­tor wie­der an. Der Wech­sel der Ener­gie­trä­ger hat­te zwei Grün­de: Zum ei­nen mach­te der ho­he Gas-Preis die Koh­le­ver­stro­mung güns­ti­ger als die Gas-Ver­stro­mung. Zum an­de­ren hol­te die Bun­des­re­gie­rung Koh­le­kraft­wer­ke zu­rück ans Netz, um ei­ne Gas-Man­gel­la­ge zu ver­mei­den. Erst 2025 än­der­te sich das, Er­neu­er­ba­re mach­ten nun ins­ge­samt rund 56 Pro­zent der Strom­er­zeu­gung aus, Erd­gas wur­de zum dritt­wich­tigs­ten Ener­gie­trä­ger und dräng­te die Braun­koh­le wei­ter zu­rück. Gas hat das Po­ten­ti­al Stein- und Braun­koh­le in der Strom­er­zeu­gung voll­stän­dig zu er­set­zen. Denn Gas-Kraftwerke sind die ide­a­len Part­ner für den Aus­bau der er­neu­er­ba­ren Ener­gien.

Bruttostromerzeugung nach Energieträgern 2025

Gas im deutschen Strommix

Quelle: AGEB, Stand: 02/2026, insgesamt 509,3 TWh (vorläufige Zahlen)

Anteil von Gas an der Stromerzeugung bleibt stabil

In Deutsch­land wur­den im Jahr 2025 rund 509 TWh Strom er­zeugt. Ge­gen­über dem Vor­jahr ent­spricht das ei­nem Plus von 1,7 Pro­zent. Da­mit bleibt die Strom­er­zeu­gung ins­ge­samt auf ei­nem sta­bi­len Ni­veau.

Er­neu­er­ba­re Ener­gien deck­ten im Jahr 2025 rund 56 Pro­zent der Strom­er­zeu­gung – ein Zu­wachs von 0,3 Pro­zent­punk­ten. Die nur ge­rin­ge Ver­än­de­rung ist vor al­lem wit­te­rungs­be­dingt: Die Wind­er­zeu­gung blieb im ers­ten Halb­jahr schwach, wo­durch der Zu­wachs bei den Er­neu­er­ba­ren ins­ge­samt be­grenzt wur­de. Der meis­te Strom mit 26,8 % (-0,9) stammt von der Wind­kraft, Pho­to­vol­ta­ik lie­fer­te 17,6 Pro­zent (+2,6), Gas 16,7 Pro­zent (+0,4), Braun­koh­le 14,8 Pro­zent (-0,9), Stein­koh­le 5,8 Pro­zent (+0,4) und Was­ser­kraft 3,5 Pro­zent (-1,0).

Erd­gas hat sei­ne Be­deu­tung im Strom­sek­tor 2025 wei­ter be­stä­tigt. Die Strom­er­zeu­gung aus Erd­gas stieg um rund 4 Pro­zent. Gas trägt da­mit nicht nur zur Ener­gie­ver­sor­gung, son­dern vor al­lem zur Sys­tem­sta­bi­li­tät bei: Gas-Kraft­wer­ke sind kurz­fris­tig ver­füg­bar und kön­nen Leis­tung be­reit­stel­len, wenn Wind- und So­lar­ener­gie wit­te­rungs­be­dingt nicht zur Ver­fü­gung ste­hen.

Quelle: Umweltbundesamt, BNetzA SMARD, Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
  Gas Steinkohle Braunkohle
Installierte Leistung in GW 35,62 15,31 14,81
Theoretische Volllast bei 8760 Jahresstunden 304,8 165,9 162,5
Kraftwerksauslastung 25,6 % 19,8 % 52,7 %
Emissionswerte in g CO2/kWh 392 860 1120

Auslastung deutscher Kraftwerke

2020–2025

Uns läuft die Zeit da­von. Wir müs­sen end­lich Maß­nah­men er­grei­fen, die schnell wir­ken. Mit Gas als CO2-ärms­ten un­ter den fos­si­len Brenn­stof­fen kön­nen wir mit dem ver­blei­ben­den CO2-Bud­get die meis­te Ener­gie er­zeu­gen. Wir ge­win­nen wert­vol­le Zeit, um die Ener­gie­wen­de si­cher und vor al­lem re­a­lis­tisch um­zu­set­zen. Und in der Zu­kunft kann Erd­gas durch Was­ser­stoff er­setzt wer­den und so für ei­ne kli­ma­neu­tra­le Strom­er­zeu­gung sor­gen.

Dr. Timm Kehler, Vorstand DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
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CO2-Intensität der Stromerzeugung im internationalen Vergleich

Deutscher Strommix wird nur langsam sauberer

Trotz des ver­gleichs­wei­se ho­hen An­teils er­neu­er­ba­rer Ener­gie­trä­ger an der Strom­er­zeu­gung ver­bes­sert sich die CO2-Bi­lanz des deut­schen Strom­mi­xes nur lang­sam. In­ner­halb von 22 Jah­ren ha­ben sich die spe­zi­fi­schen CO2-Emis­si­o­nen in Deutsch­land um nur rund 31 Pro­zent ver­rin­gert – von 497 Gramm CO2 pro Ki­lo­watt­stun­de im Jahr 2002 auf 344 Gramm pro Ki­lo­watt­stun­de im Jahr 2024.

Auch im in­ter­na­ti­o­na­len Ver­gleich bleibt die CO2-In­ten­si­tät des deut­schen Strom­mi­xes re­la­tiv hoch. Un­ter­schie­de zwi­schen den Län­dern er­ge­ben sich da­bei nicht nur durch das Aus­bau­tem­po er­neu­er­ba­rer Ener­gien, son­dern auch aus der je­wei­li­gen Kraft­werks­struk­tur: In ei­ni­gen Staa­ten wird ein er­heb­li­cher Teil der Strom­er­zeu­gung durch Kern­ener­gie be­reit­ge­stellt, in an­de­ren spielt Kraft-Wär­me-Kopp­lung (KWK) eine grö­ße­re Rol­le oder es wur­den Koh­le­ka­pa­zi­tä­ten früh­zei­tig durch Gas­kraft­wer­ke er­setzt – Groß­bri­tan­nien ist da­für ein pro­mi­nen­tes Bei­spiel.

Für Deutsch­land be­deu­tet das: Der be­schleu­nig­te Aus­bau der Er­neu­er­ba­ren bleibt zen­tral. Gleich­zei­tig sind zu­sätz­li­che, mo­der­ne und pers­pek­ti­visch was­ser­stoff­fä­hi­ge Gas­kraft­werks­ka­pa­zi­tä­ten ein we­sent­li­cher Bau­stein, um Koh­le­ka­pa­zi­tä­ten zu er­set­zen, Dun­kel­flau­ten ab­zu­si­chern und die CO2-Bi­lanz des Strom­mi­xes zu ver­bes­sern.

Beim Hoch­lauf der Er­neu­er­ba­ren be­darf es an aus­rei­chend ins­tal­lier­ter steu­er­ba­rer Leis­tung und da kommt Gas-Kraft­wer­ken in den nächs­ten Jah­ren ei­ne wach­sen­de Be­deu­tung zu: Sie sto­ßen bis zu 65 Pro­zent we­ni­ger CO2 aus als Koh­le­kraft­wer­ke.

Zum ei­nen sind Gas­-Kraft­wer­ke deut­lich ef­fi­zien­ter. Ihr so­ge­nann­ter Brenn­stoff­aus­nut­zungs­grad liegt bei bis zu 57 Pro­zent und da­mit durch­schnitt­lich um 14 Pro­zent hö­her als bei Stein­koh­le und um 18 Pro­zent hö­her als bei Braun­koh­le. Der Wert gibt an wie viel elek­tri­sche Leis­tung und Nutz­wär­me aus ei­nem Brenn­stoff ge­won­nen wer­den kann.

Zum an­de­ren ver­ur­sa­chen Gas­kraft­wer­ke deut­lich we­ni­ger CO2-Emis­si­o­nen. Wäh­rend bei der Braun­koh­le- und Stein­koh­le­ver­stro­mung 1.120 bzw. 860 Gramm CO2 pro er­zeug­ter Ki­lo­watt­stun­de Strom emit­tiert wer­den, wei­sen Gas­kraft­wer­ke ei­nen Emis­si­ons­wert von nur 392 Gramm CO2 pro Ki­lo­watt­stun­de auf.

Aktuelles Tempo des Gas-Kraftwerkzubaus noch nicht ausreichend

Die Markt­si­tu­a­ti­on für Gas-Kraft­wer­ke hatte sich im Zu­ge des Fuel Switches von Koh­le zu Gas be­reits ver­bes­sert: Die An­la­gen waren bes­ser aus­ge­las­tet und da­mit wirt­schaft­lich trag­fä­hig. Auf­grund des rus­si­schen An­griffs­krie­ges auf die Ukraine stag­nier­te bzw. ver­schlech­ter­te sich je­doch die Si­tu­a­ti­on schlag­ar­tig. Zwar wer­den auch neue Gas-Kraft­wer­ke ge­baut, doch der ak­tu­el­le Zu­bau und die bis­her be­kann­ten Pla­nun­gen für neue Kraft­wer­ke rei­chen noch nicht aus, um die skiz­zier­te Ver­sor­gungs­lü­cke zu schlie­ßen.

Ein po­si­ti­ves Sig­nal sen­de­te die im Som­mer 2022 vom EU-Par­la­ment ge­bil­lig­te nach­hal­ti­ge Ein­stu­fung von In­ves­ti­ti­o­nen in was­ser­stoff­fä­hi­ge Gas­-Kraft­wer­ke. Was­ser­stoff­fä­hi­ge Gas­-Kraft­wer­ke ver­ei­nen ei­ne fle­xib­le Strom­ver­sor­gung und Kli­ma­schutz. Mit Blick auf ei­nen Pla­nungs-, Ge­neh­mi­gungs- und Bau­pro­zess von bis zu acht Jah­ren, müs­sen In­ves­ti­ti­o­nen zeit­nah ge­tä­tigt wer­den. An­sons­ten droht ei­ne Ver­zö­ge­rung des Koh­le­aus­stiegs.

Im Ja­nu­ar 2026 konn­te sich die Bun­des­re­gie­rung mit der EU-Kom­mis­sion auf eine Kraft­werks­stra­te­gie ei­ni­gen. Die EU-Kom­mis­sion gab den Weg frei für zehn Gi­ga­watt (GW) an Neu­bau mit Lang­frist­ka­pa­zi­tät so­wie zwei GW tech­no­lo­gie­of­fe­ner ge­si­cher­ter Leis­tung bis 2031. Jetzt ist es ent­schei­dend, dass die Bun­des­re­gie­rung das Kraft­werks­si­cher­heits­ge­setz ver­ab­schie­det und das BMWE ein ge­eig­ne­tes Ka­pa­zi­täts­markt­mo­dell für ab 2032 vo­ran­treibt. Denn bis zur nächs­ten Kli­ma­ziel­mar­ke 2030 muss der CO2-Aus­stoß in Deutsch­land um min­des­tens 122 Mil­li­o­nen Ton­nen pro Jahr sin­ken. Die ge­plan­te Re­duk­ti­on wird nur ge­lin­gen, wenn der Zu­bau bei den Er­neu­er­ba­ren for­ciert wird und die noch be­ste­hen­den Koh­le­kraft­wer­ke zü­gig durch ef­fi­zien­te und was­ser­stoff­fä­hi­ge Gas-Kraft­wer­ke er­setzt wer­den.

Versorgungssicherheit wird im Strommarkt derzeit nicht vergütet

Da­zu tra­gen die ak­tu­el­len Markt­be­din­gun­gen ent­schei­dend bei. Der Strom­markt in Deutsch­land ist ein Energy-only-Markt, das heißt: Der Strom­preis bil­det sich aus­schließ­lich aus An­ge­bot und Nach­fra­ge der tat­säch­li­chen Strom­er­zeu­gung. Gas­-Kraft­wer­ke sind als re­gel­ba­re Er­zeu­gungs­an­la­gen da­zu in der La­ge, Ka­pa­zi­tä­ten vor­zu­hal­ten und an­zu­bie­ten, die zur Ab­si­che­rung von Eng­pass­si­tu­a­ti­o­nen er­for­der­lich sind. Im Energy-only-Markt wird die­se Dienst­leis­tung aber nicht ver­gü­tet. In­ves­to­ren ha­ben des­halb kei­nen An­reiz, in sol­che Kraft­werks­ka­pa­zi­tä­ten zu in­ves­tie­ren, die zum Bei­spiel auch bei ei­ner Dun­kel­flau­te be­reit­ste­hen, wenn die Strom­er­zeu­gung aus er­neu­er­ba­ren Ener­gien nicht aus­reicht. Un­ter die­sen Be­din­gun­gen kön­nen Gas-Kraft­wer­ke nur zu Spit­zen­last­zei­ten wirk­lich wirt­schaft­lich ar­bei­ten, wenn der Strom­preis punk­tu­ell in die Hö­he schießt.

Ne­ben dem Kli­ma­schutz ist auch ein ge­sell­schaft­lich ak­zep­ta­bles Ver­sor­gungs­si­cher­heits­ni­veau wich­tig. Es ist al­ler­dings un­klar, ob der in Deutsch­land gel­ten­de Energy-only-Markt auch zu­künf­tig ein sol­ches Ni­veau ge­währ­leis­ten kann.

Gas-Kraftwerke gleichen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aus

Gas-Kraft­wer­ke glei­chen als Back-up die schwan­ken­de Strom­ein­spei­sung aus er­neu­er­ba­ren Ener­gien aus. Da­für sind sie nicht nur nö­tig, son­dern auch her­vor­ra­gend ge­eig­net: Gas-Kraft­wer­ke lie­fern emis­si­ons­ar­men Strom, sie sind re­gel­bar und hoch­fle­xi­bel und sprin­gen bei Be­darf schnell ein, wenn die Son­ne nicht scheint und der Wind nicht weht.

Ein Gas-Kraft­werk ist sehr schnell auf Voll­last hoch­ge­fah­ren und lässt sich auch schnell wie­der he­run­ter­fah­ren, wenn der Strom­be­darf sinkt oder wie­der mehr Strom aus er­neu­er­ba­ren Ener­gien zur Ver­fü­gung steht. Das macht emis­si­ons­ar­me Gas-Kraft­wer­ke zu ei­nem ide­a­len Part­ner der Er­neu­er­ba­ren.

Aus den Schorn­stei­nen von Gas-Kraft­wer­ken ent­weicht bis zu 65 Pro­zent we­ni­ger CO2 als aus Braun­koh­le­kraft­wer­ken. Au­ßer­dem lie­fern Gas-Kraft­wer­ke sys­tem­re­le­van­te Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel die Blind­leis­tung, al­so die Ener­gie, die un­ter an­de­rem da­zu be­nö­tigt wird, das Gleich­ge­wicht zwi­schen Er­zeu­gung und Ver­brauch im Strom­netz sta­bil zu hal­ten, wenn Er­neu­er­ba­re nicht ins Netz ein­spei­sen.

Schwarzstartfähigkeit von Gas-Kraftwerken

Gas-Kraft­wer­ke sind zu­dem schwarz­start­fä­hig, das heißt: Sie kön­nen zum Bei­spiel bei ei­nem Black­out oh­ne ex­ter­ne Ener­gie­zu­fuhr wie­der an­ge­fah­ren wer­den und Deutsch­land in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten wie­der mit Strom ver­sor­gen.

Gas-Kraft­wer­ke kön­nen so­mit voll­stän­dig au­to­nom die Strom­ver­sor­gung wie­der­her­stel­len und sind der ide­a­le Part­ner der Er­neu­er­ba­ren Ener­gien: Ne­ben ge­rin­gen Emis­si­o­nen und Fle­xi­bi­li­tät sind sie auch be­son­ders re­si­lient.

Gesicherte Stromversorgung auch bei Dunkelflaute

Kli­ma­schutz und Ener­gie­wen­de dür­fen aber nicht da­zu füh­ren, dass die Zu­ver­läs­sig­keit der Strom­ver­sor­gung ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le spielt. Die Strom­er­zeu­gung von er­neu­er­ba­ren Ener­gien schwankt je nach Wit­te­rung stark. Auch in Zei­ten ei­ner Dun­kel­flau­te – al­so zum Bei­spiel an kal­ten, wind­stil­len Win­ter­aben­den – müs­sen ge­nü­gend re­gel­ba­re Back-up-Ka­pa­zi­tä­ten be­reit­ste­hen, da­mit kei­ne Ver­sor­gungs­lü­cken ent­ste­hen.

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