Gas-Speicherstand in
Deutschland
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| Aktueller Füllstand | |
| Vergleich zum Vortag |
Die Anteile von Erdgas und erneuerbaren Energien am deutschen Primärenergieverbrauch sind 2025 gestiegen. Diese Entwicklung fügt sich in einen langfristigen strukturellen Wandel ein. Seit 1995 stieg der Erdgas-Anteil und der Anteil erneuerbarer Energien. Gleichzeitig sank der Anteil der Stein- und Braunkohle. Vor allem in den jüngsten Jahren hat der Rückgang der Kohle-Verstromung – gemeinsam mit dem Ausbau erneuerbarer Energien – im Stromsektor wesentlich zur Minderung der Treibhausgasemissionen beigetragen, da kohlebasierte Strom-Erzeugung mit rund 1.120 g CO2/kWh deutlich emissionsintensiver ist als Gas-Kraftwerke mit etwa 392 g CO2/kWh und erneuerbare Energien mit rund 10 g CO2/kWh.
Nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine und dem weitestgehenden Wegfall russischer Erdgas-Lieferungen auf dem Landweg per Pipeline hat im Jahr 2022 eine starke Diversifizierung des europäischen Gas-Marktes eingesetzt. Heute dominiert kein einzelnes Land mehr die Importstrukturen in Europa.
Die größte Substitution war jedoch durch den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) möglich – insbesondere aus den USA sowie aus Katar und Algerien. Europa entwickelt sich damit immer mehr von einem Pipeline- zu einem LNG-Markt. Die Inbetriebnahme der deutschen LNG-Terminals an Nord- und Ostsee seit Ende 2022 sind dafür ein weiteres Zeugnis.
Auch im Jahr 2025 blieben Norwegen und die USA die wesentlichen Gas-Lieferanten der EU. Norwegen bleibt der wichtigste Pipeline-Lieferant für Europa und stellt einen stabilen und verlässlichen Grundpfeiler der Versorgung dar. Parallel dazu haben sich die USA als zentraler LNG-Exporteur etabliert und sichern einen wesentlichen Teil der kurzfristig verfügbaren Gas-Importe. Insgesamt ist die europäische Gas-Versorgung heute deutlich breiter aufgestellt als vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine: Pipelinegas aus mehreren Herkunftsländern trifft auf ein wachsendes, globales LNG-Angebot.
Neben Norwegen wird Europa weiterhin über Pipelinekorridore aus Nordafrika, dem Kaspischen Raum und Südosteuropa versorgt. Zusammen mit LNG-Importen trägt diese Mischung aus verschiedenen Bezugswegen dazu bei, die europäische Gas-Versorgung breiter abzusichern.
Basierend auf dem durchschnittlichen Gas-Preis von 11,63 ct/kWh (Stand: April 2026)