Gas-Speicherstand in
Deutschland
| Gesamtkapazität | |
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| Aktueller Füllstand | |
| Vergleich zum Vortag |
Der Anteil von Gasen und erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch sind 2025 gestiegen. Diese Entwicklung fügt sich in einen langfristigen Trend ein: In den vergangenen drei Jahrzehnten haben Gase und erneuerbare Energien ihren Anteil am deutschen Energieverbrauch kontinuierlich ausgeweitet, während der Anteil von Stein- und Braunkohle deutlich abgenommen hat. Diese schrittweise Verdrängung der Kohle hat maßgeblich zu einer substanziellen Minderung der Treibhausgasemissionen beigetragen.
Nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine und dem weitestgehenden Wegfall russischer Erdgaslieferungen auf dem Landweg per Pipeline hat im Jahr 2022 eine starke Diversifizierung des euvropäischen Gasmarktes eingesetzt. Heute dominiert kein einzelnes Land mehr die Importstrukturen in Europa.
Die größte Substitution war jedoch durch den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) möglich – insbesondere aus den USA sowie aus Katar und Algerien. Europa entwickelt sich damit immer mehr von einem Pipeline- zu einem LNG-Markt. Die Inbetriebnahme der deutschen LNG-Terminals an Nord- und Ostsee seit Ende 2022 sind dafür ein weiteres Zeugnis.
Auch im Jahr 2025 blieben Norwegen und die USA die wesentlichen Gaslieferanten der EU. Norwegen bleibt der wichtigste Pipeline-Lieferant für Europa und stellt einen stabilen und verlässlichen Grundpfeiler der Versorgung dar. Parallel dazu haben sich die USA als zentraler LNG-Exporteur etabliert und sichern einen wesentlichen Teil der kurzfristig verfügbaren Gasimporte. Insgesamt ist die europäische Gasversorgung heute deutlich breiter aufgestellt als vor dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine: Pipelinegas aus mehreren Herkunftsländern trifft auf ein wachsendes, globales LNG-Angebot.
Neben Norwegen wird Europa weiterhin über Pipelinekorridore aus Nordafrika, dem Kaspischen Raum und Südosteuropa versorgt. Zusammen mit LNG-Importen trägt diese Mischung aus verschiedenen Bezugswegen dazu bei, die europäische Gasversorgung breiter abzusichern
Basierend auf dem durchschnittlichen Gas-Preis von 11,02 ct/kWh in 2024