Pressemitteilung , 11. Jun 2026

StromVKG: Versorgungssicherheit bekommt endlich einen Marktwert

Bild: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: Stefan Hobmaier/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Der Bundestag berät heute den Entwurf des Stromversorgungssicherheits‑ und Kapazitätengesetzes (StromVKG). Mit dem geplanten Kapazitätsmarkt und den vorgesehenen Ausschreibungen für neue steuerbare Erzeugungskapazitäten stellt das Gesetz wichtige Weichen für Versorgungssicherheit, Kohleausstieg und die weitere Integration erneuerbarer Energien. Dazu erklärt Bengt Bergt, Leiter Public Affairs des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft:

„Mit dem StromVKG erkennt die Bundesregierung endlich an, dass Versorgungssicherheit einen eigenen Marktwert hat. Das ist die eigentliche Voraussetzung für die Energiewende: Wer Erneuerbare weiter ausbauen und den Kohleausstieg verlässlich absichern will, braucht steuerbare Kraftwerke, die auch dann Strom liefern, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen.

Die Einführung eines Kapazitätsmarktes und die geplanten Ausschreibungen für steuerbare Leistung sind deshalb ein längst überfälliger Schritt, um Investitionen in neue flexible Kraftwerke anzureizen bestehende Kapazitäten im System zu halten und den entscheidenden Impuls in den Wasserstoffhochlauf zu setzen. Entscheidend ist jetzt, dass die Ausschreibungen zügig und für Investoren attraktiv ausgestaltet werden. Wer neue Kraftwerke bauen soll, braucht Klarheit darüber, wann welche Kapazitäten ausgeschrieben werden, wie gesicherte Leistung vergütet wird und unter welchen Bedingungen die spätere Umstellung auf Wasserstoff erfolgen kann.

Neue wasserstofffähige Gaskraftwerke sichern die Stromversorgung und eröffnen zugleich den Weg in eine klimaneutrale Stromversorgung. Damit dieser Pfad funktioniert, darf H2-ready kein bloßes Versprechen bleiben. Kraftwerke brauchen Anschluss an eine passende Infrastruktur, eine konsistente Umstellungslogik, klare Finanzierungsmechanismen und praxistaugliche Fristen für die Umrüstung auf Wasserstoff. Nur wenn Netzausbau, Wasserstoffproduktion und Kraftwerksstrategie ineinandergreifen, kann der Kapazitätsmarkt Versorgungssicherheit, Kohleausstieg und Klimaziele zugleich absichern.“

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