Pressemitteilung , 31. Jan 2025

Gas- und Wasserstoffwirtschaft begrüßt Verlängerung des KWK-Gesetzes

Bild: Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

Der Deutsche Bundestag hat am Vormittag die Verlängerung des Gesetzes zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beschlossen. Für Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz und die Versorgungssicherheit:

„Die Verlängerung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) ist ein wichtiges Signal für die Sicherung der Energieversorgung und die Transformation des Energiesystems. Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft begrüßt diesen Schritt, da er Planungssicherheit schafft und die Grundlage für den weiteren Ausbau der KWK-Technologie legt.

Dennoch greifen die vorgesehenen Anpassungen nicht weit genug, um die KWK langfristig als notwendige Technologie der Energiewende abzusichern. Die Flexibilität und Effizienz von KWK-Anlagen sind unverzichtbar, um erneuerbare Energien zu integrieren und eine stabile Energieversorgung zu sichern. KWK-Anlagen liefern bereits heute rund 22 Prozent des Stroms und 17 Prozent der Wärme in Deutschland. Damit spielen sie eine zentrale Rolle für eine sichere und kosteneffiziente Energieversorgung.

Positiv ist die geplante Förderung neuer KWK-Anlagen ab 2026 sowie die Klarstellung, dass bereits genehmigte oder bestellte Anlagen weiterhin förderfähig bleiben. Dies stärkt das Vertrauen der Branche in die regulatorischen Rahmenbedingungen. Die jetzt be-schlossenen Änderungen sind ein Schritt in die richtige Richtung – aber noch kein großer Wurf. Um die Potenziale der KWK voll auszuschöpfen, muss die nächste Bundesregierung zügig weitergehende Maßnahmen ergreifen. Dazu zählen eine langfristige strategische Weiterentwicklung des KWKG und eine gezielte Förderung des Einsatzes neuer Gase wie Wasserstoff in KWK-Anlagen. Außerdem fordern wir klare Rahmenbedingungen für Inves-titionen in innovative und flexible KWK-Technologien sowie eine stärkere Berücksichtigung der KWK im künftigen Marktdesign zur Absicherung der erneuerbaren Energien.

Deutschland braucht die KWK-Technologie, um eine sichere Energieversorgung, Wirt-schaftlichkeit und Klimaschutz miteinander zu verbinden. In der kommenden Legislatur-periode kommt es darauf an, die notwendigen Weichenstellungen vorzunehmen, um diese Zukunftstechnologie langfristig zu sichern.“

Als Stim­me der Bran­che bün­delt der Ver­band DIE GAS- UND WASSERSTOFF­WIRTSCHAFT e.V. die In­te­res­sen sei­ner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und sei­ner De­ri­va­te so­wie Bio­gas und Erd­gas in­klu­si­ve der da­zu­ge­hö­ri­gen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zu­dem in­for­miert er über den Bei­trag gas­för­mi­ger Ener­gie­trä­ger und ih­rer In­fra­struk­tur zu ei­ner si­che­ren Ener­gie­ver­sor­gung so­wie über die Mög­lich­kei­ten, Treib­haus­gas­emis­si­o­nen durch den Ein­satz von Was­ser­stoff, sei­nen De­ri­va­ten und Bio­gas zu sen­ken. Zu­gleich treibt er die Trans­for­ma­tion der Bran­che hin zu neuen Ga­sen vo­ran. Der Ver­band wird von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Ener­gie­wirt­schaft ge­tra­gen und um­fasst die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te von Pro­duk­tion, Trans­port, Ver­tei­lung bis hin zu Han­del, Ver­trieb und An­wen­dun­gen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trie­un­ter­neh­men un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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