Pressemitteilung , 26. Feb 2026

Wasserstoffbeschleunigungsgesetz: Mehr Tempo im Markthochlauf

Bild: Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT
Bild: Lotte Ostermann/DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT

In dritter Lesung hat der Bundestag heute das Wasserstoffbeschleunigungsgesetz (WassBG) beschlossen. Mit dem Gesetz sollen Anlagen zur Erzeugung, zum Import und zur Speicherung von Wasserstoff als Vorhaben von überragendem öffentlichem Interesse eingestuft und Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Dr. Timm Kehler, Vorstand des Verbands Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft, begrüßt den Beschluss:

„Mit dem Wasserstoffbeschleunigungsgesetz drückt die Politik beim Markthochlauf aufs Tempo. Für die Dekarbonisierung wird Wasserstoff eine zentrale Rolle spielen. Mit dem WassBG können Produktionsanlagen, Pipelines und Importinfrastrukturen künftig schneller und verlässlicher geplant, geprüft und genehmigt werden.

Positiv ist, dass auch kohlenstoffarmer Wasserstoff nun im Anwendungsbereich einbezogen ist. Damit können auch Projekte im Bereich Carbon Management und entsprechende Importketten von den Beschleunigungsregelungen profitieren.

Zugleich bringt das Gesetz die Umwidmung bestehender Gasinfrastruktur für den Wasserstoffhochlauf voran. Es berücksichtigt darüber hinaus auch Anlagen für Wasserstoffderivate, wie beispielsweise Ammoniak-Cracker, sowie die Einbindung synthetischer Gase und blauen Wasserstoffs. Das schafft Breite auf der Angebotsseite, erhöht die Investitionssicherheit und bringt den Wasserstoffmarkt in Bewegung.“

Als Stim­me der Bran­che bün­delt der Ver­band DIE GAS- UND WASSERSTOFF­WIRTSCHAFT e.V. die In­te­res­sen sei­ner Mit­glie­der und setzt sich da­für ein, dass die Po­ten­zi­a­le von Was­ser­stoff und sei­ner De­ri­va­te so­wie Bio­gas und Erd­gas in­klu­si­ve der da­zu­ge­hö­ri­gen In­fra­struk­tur ge­nutzt wer­den. Zu­dem in­for­miert er über den Bei­trag gas­för­mi­ger Ener­gie­trä­ger und ih­rer In­fra­struk­tur zu ei­ner si­che­ren Ener­gie­ver­sor­gung so­wie über die Mög­lich­kei­ten, Treib­haus­gas­emis­si­o­nen durch den Ein­satz von Was­ser­stoff, sei­nen De­ri­va­ten und Bio­gas zu sen­ken. Zu­gleich treibt er die Trans­for­ma­tion der Bran­che hin zu neuen Ga­sen vo­ran. Der Ver­band wird von füh­ren­den Un­ter­neh­men der Ener­gie­wirt­schaft ge­tra­gen und um­fasst die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te von Pro­duk­tion, Trans­port, Ver­tei­lung bis hin zu Han­del, Ver­trieb und An­wen­dun­gen. Wei­te­re Bran­chen­ver­bän­de und In­dus­trie­un­ter­neh­men un­ter­stüt­zen ihn als Part­ner.

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